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Topartikel Ortsverein"Hier gibt es Recht und Gesetz, das ist so positiv!“ - Erfolgreiche Veranstaltung der SPD mit Flüchtlingen in Ottobrunn

Mit Flüchtlingen reden, statt über sie. Das hatte sich die SPD Ottobrunn vorgenommen und dafür vier Flüchtlinge, zwei Helferinnen und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in den Ratssaal im Wolf-Ferrari-Haus eingeladen. Rund 200 Ottobrunner kamen und ließen sich am Montagabend von Samba aus dem Senegal, Rony aus Syrien, der Iranerin Hoda und Naser aus Jordanien über ihre Fluchtgründe, ihr Leben in Ottobrunn und ihre Zukunftsträume erzählen.

Die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche, die die Veranstaltung moderierte, beklagte, es gebe so viele Gerüchte über Flüchtlinge und so wenig echte Information. „Immer wieder sagen mir Leute, ‚Ich habe gehört, dass …‘ - und was dann kommt, stimmt nie!“, empörte sich die SPD-Politikerin. Deshalb sei es vorbildlich, den direkten Kontakt mit Flüchtlingen zu suchen.

Die Schicksale der vier, die sich den Fragen stellten, sind ganz unterschiedlich. Während der 38-jährige Samba noch mitten im Asylverfahren steckt und bei einer Gartenbaufirma in Höhenkirchen-Siegertsbrunn arbeitet, wird der 42 Jahre alte Religionswissenschaftler und Salafismus-Experte Naser demnächst im Auftrag des Bayerischen Kultusministeriums Islamunterricht an Schulen anbieten.

Die 30 Jahre alte Hoda, die im Iran bereits Geschichte und Erziehungswissenschaften studiert hat, und aus politischen Gründen flüchten musste, durchläuft gerade eine Ausbildung zur Erzieherin bei einem Ottobrunner Kindergarten. Und Rony, der als einziger der vier Flüchtlinge bereit war, sich bei der Veranstaltung fotografieren zu lassen, wird in einer großen Hotelkette zum Hotelfachmann weitergebildet.

Rony, dessen christliche Familie von den Islam-Terroristen des IS aus Syrien vertrieben wurde, spricht nach dreieinhalb Jahren in Deutschland nahezu perfekt deutsch. „Ottobrunn ist vom Gefühl her ein sehr warmer Ort“, schilderte er. Der Helferkreis Asyl hat ihm geholfen, eine Wohnung zu finden. Seit 2015 sind auch seine Eltern und sein Bruder in Deutschland. Sie leben in Hessen.

Claudia Bernardoni, ehrenamtliche Sprecherin des Helferkreises, und Diakonin Ursula Zenker, die sich besonders um minderjährige Flüchtlinge kümmert, gaben ebenfalls Auskunft über die Situation Flüchtlinge in Ottobrunn und Umgebung. Immer wieder müssen sie ihren Schützlingen helfen. „Der Weg zum Mitglied in unserer Gesellschaft ist mit Formularen gepflastert“, seufzte Bernardoni.

Übereinstimmend berichteten alle vier Flüchtlinge, dass sie bislang keinerlei negative Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit gemacht hätten. Samba lobt vor allem seinen Chef und dessen Frau: „Sie sind nette Leute, die mir sehr helfen.“ Auch Hoda hat sich gut eingelebt. Am größten war für sie die Umstellung auf das deutsche Zeitgefühl: „Diese Pünktlichkeit, diese Genauigkeit, alles ist exakt. Im Iran sehen wir das ganz locker“, sagte sie unter dem Gelächter der Zuhörer, unter denen sich auch Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer befand. Und Rony freute sich sogar über einen Zehn-Euro-Strafzettel für das Missachten einer roten Fußgängerampel: „Hier gibt es Recht und Gesetz, das ist so positiv!“

Veröffentlicht am 25.02.2016

 

WirtschaftDie große Skepsis über TTIP - Interessante Diskussionsrunde in Ottobrunn

Die Skepsis bei TTIP ist groß. Das wird in der Diskussion Ottobrunner Bürgerinnen und Bürger mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Claudia Tausend schnell deutlich. "Warum macht man so einen Freihandelsvertrag überhaupt? Wieso laufen die Verhandlungen so intransparent? Bekommen Konzerne Zugriff auf unsere Steuerkassen? Ich bin höchst besorgt." Diese Fragen und Aussagen aus dem Publikum zeigen, welch schlechten Ruf das geplante Abkommen zwischen der EU und den USA hat. Knapp 50 Interessierte waren am 4. Februar ins Restaurant "Nefeli" gekommen. Claudia Tausend, die sich als TTIP-Berichterstatterin des Europaausschusses des Bundestags sehr intensiv mit diesem Thema befasst, erklärt, antwortet, liefert Fakten und versucht übertriebene Ängste zu beruhigen. Doch auch sie ist alles andere als begeistert vom Stand der TTIP-Verhandlungen. "Seit einem Jahr gibt es keine Fortschritte und ich persönlich glaube nicht, dass es bis zur US-Präsidentschaftswahl im November noch eine Einigung gibt", betont die Münchner Abgeordnete. Die umstrittenen Investitionsschutzregelungen mit denen US-Konzerne Deutschland auf Schadenersatz verklagen könnten, die internationalen Ausschreibungen öffentlicher Dienstleistungen, der niedrigere Verbraucherschutz in den Bereichen Pharma, Chemie und Lebensmittelsicherheit und die Gefahr durch undeklarierte Gentechnik - all das sind für Tausend rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen. "Die dicken Verhandlungsprobleme kommen erst noch", warnt die Expertin. "Und Sorgfalt geht vor Schnelligkeit." Am Ende, so Tausend, werde es wohl statt des unübersichtlichen TTIP ein paar kleinere und sinnvolle Teilabkommen geben.

Veröffentlicht am 08.02.2016

 

VerkehrS-Bahn: Statt vollem Zug jetzt Vollzug

Der im Oktober 2014 von der SPD-Fraktion im Gemeinderat eingereichte Antrag zur Verbesserung der S-Bahn-Bedienung hatte einen kleinen Erfolg: Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2015 werden um 9.07 und 9.27 Uhr nicht mehr Kurz- sondern Vollzüge in Richtung München fahren.

Veröffentlicht am 25.11.2015

 

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